Löwendenkmal Bad Abbach

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Einer der steinernen Löwen
Die Inschrifttafel
Inschrifttafel mit deutschem Text

Das Löwendenkmal Bad Abbach ist ein Denkmal in der Nähe von Bad Abbach.

Lage

Das Löwendenkmal befindet sich am steilen Ufer der Donau neben der Bundesstraße 16 etwa zwei Kilometer südwestlich von Bad Abbach.

Der Straßenbau

Der kahle, hochaufstrebende Teufelsfelsen/Löwenfelsen an der Donau bildete bis zum Ende des 18. Jahrhunderts ein unüberwindliches Hindernis für die Straße von Saal nach Abbach. Sie verlief daher im Flussbett und an anderen Stellen hart am Flussufer, so dass es häufig zu Überflutungen kam. Darum beschloss die Staatsregierung, die Straße zu verbreitern und höher zu legen.

Im Jahr 1792 begannen unter der Oberleitung des Oberst-General-Straßen- und Wasserbau-Direktors Adrin von Riedl die entsprechenden Arbeiten. Nach langwierigen Vorarbeiten und kleineren Sprengungen gelang am 2. April 1793 im Beisein Adrian von Riedels die Sprengung des restlichen Felsens. Als 1794 diese schwierige Stelle vollendet war, kam Kurfürst Karl Theodor selbst nach Abbach um das große Werk zu besichtigen.

Die Schrifttafel

Nach Abschluss der Straßenverbreiterung beschloss Hofkammer-Vizepräsident Reichsgraf Josef August von Toerring, dort zu Ehren seines Kurfürsten ein Denkmal zu errichten. So wurde etwa neun Meter über der Straße an der abgesprengten Felswand eine zehn Meter hohe Schrifttafel mit einer lateinischen Inschrift in großen Bronzebuchstaben angebracht:

CARLO. THEODORO.
C. P. R.
BOIORUM. DUCI. ELECTORI.
OPTIMO. PRINCIPI.
EVERSA. DEIECTA.
IMMINENTIUM. SAXORUM. MOLE.
LIMITE. DANUBIO. POSITO.
STRATA. A. SAAL. AD. ABBACH.
VIA. NOVA.
MONUMENTUM. STATUI. CURAVIT.
JOS. AUG. TOERRING.
AER. BOIC. PRAEFECTUS.
CI?ICCVIC.

Auf einer anderen Tafel findet sich diese Übersetzung:
DEM CARL THEODOR,
PFALZGRAF BEI RHEIN,
HERZOG UND KURFÜRST VON BAYERN,
DEM BESTEN FÜRSTEN,
LIESS; NACHDEM DIE MASSE DROHENDER
FELSEN ABGESPRENGT UND ENTFERNT, DER DONAU EINE GRENZE GESETZT
UND EINE NEUE STRASSE VON SAAL
NACH ABBACH GEBAUT WAR,
DIESES DENKMAL ERRICHTEN.
JOSEF AUGUST TOERRING
BAYER. HOFKAMMERVIZEPRÄSIDENT
1794

Die steinernen Löwen

1796 wurden neben der riesigen Inschrift an der Felswand am Donauufer auf drei Meter hohen Sockeln von Hofbildhauer Franz-Josef-Muxel zwei überlebensgroße Löwen, je fünf Meter lang, zwei Meter hoch und über fünfzehn Tonnen schwer erstellt, von denen der eine zur Donau, der andere auf die Inschrift blickt. Sie wurden 1945 gesprengt und 1978 nach Entwürfen von Richard Triebe wiedererrichtet.

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