Waltrich

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Waltrich, auch Waltrih, Waldrich, (* unbekannt; † 22. August 804) war von 777 bis 804 der 6. Bischof von Passau.

Leben und Wirken

Im Gegensatz zum bairischen Herzog Tassilo stand Waltrich dem Frankenkönig Karl dem Großen nahe, der in dieser Epoche danach strebte, das sich unabhängig gebärdende Herzogtum Bayern wieder enger an das Frankenreich anzubinden und der 791 persönlich nach Passau kam. In Waltrichs Amtszeit fällt die Erweiterung der Bistumsgrenzen nach Osten, bis an die Flüsse March und Leitha verlegt. Außerdem wurde Passau unter ihm der neuen Metropole Salzburg als Suffraganbistum untergeordnet. Genauso wie viele seiner Nachfolger hat sich Waltrich vehement, doch im Endeffekt erfolglos gegen diese Unterordnung gewehrt.

Gleichzeitig kam es aber auch zur wirtschaftlichen Erstarkung des Domstifts, der Förderung des kulturellen Lebens und dem kirchlichen Ausbau des Bistums. 799 wird erstmals eine Domschule in Passau genannt; im gleichen Jahr wird Herzog Tassilo III. durch Karl den Großen abgesetzt und gefangen genommen; Passau wird dem Frankenreich eingegliedert.

Im Jahr 800 nahm Waltrich an der Landessynode in Reisbach teil.

Literatur