Helmut Brunner

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Bei der Eröffnung des Salettls im Freilichtmuseum Finsterau am 3. Oktober 2013 hat Staatsminister Helmut Brunner auf Einladung von Dr. Martin Ortmeier die Festrede gesprochen. (Foto: Josef Lang)

Helmut Brunner (* 14. September 1954 in Kötzting) ist ein bayerischer Politiker (CSU). Er war von 2008 bis 2018 Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Brunner ist verheiratet und Vater von zwei Kindern.

Leben und Wirken

Ausbildung und Beruf

Brunner besuchte ab 1960 die Volksschule, woran sich bis 1971 eine Lehrzeit im Ausbildungsberuf Landwirt anschloss. 1972 bis 1974 folgte der Besuch von Fachschule und Landvolkshochschule. Er schloss seine Ausbildung 1976 als Landwirtschaftsmeister ab, ist Mitglied im Bauernverband und bei der Waldbauernvereinigung. Seit seinem 17. Lebensjahr – damals starb der Vater – führt Brunner den familieneigenen Hof in der Gemeinde Zachenberg im Landkreis Regen, den er 1981 übernahm.

Am 9. Juni 2012 wurde der in Zachenberg im Landkreis Regen lebende Brunner zum Präsidenten des Bayerischen Wald-Vereins gewählt.

Partei und Politik

Im Jahr 1977 trat Helmut Brunner 23-jährig in die Junge Union und in die CSU ein. 1989 wurde er Kreisvorsitzender der CSU Regen. Nach fast 26 Jahren an der Spitze des Kreisverbandes kandidierte er bei den turnusmäßigen Wahlen am 15. Mai 2015 nicht mehr, und der Viechtacher Dr. Stefan Ebner übernahm den Vorsitz.

Von 1978 bis 2008 war Brunner Gemeinderat in Zachenberg, seit 1978 ist er Kreisrat im Landkreis Regen. Von 1994 bis 2018 gehörte Brunner dem Bayerischen Landtag an. Hier war er von 2003 bis 2008 Vorsitzender des Ausschusses für Landwirtschaft und Forsten. Vom 30. Oktober 2008 bis zum 21. März 2018 war er Bayerischer Staatsminister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Nach dem Freitod des damaligen Regener Landrats Heinz Wölfl wurde Brunner 2011 auch dessen Nachfolge angeboten, die er jedoch ausschlug.

Als Politiker ist Brunner besonders für seine Geradlinigkeit bekannt: Als er im Landtag aus tiefer Überzeugung gegen die Nationalpark-Erweiterung gestimmt hatte, musste er zum Vier-Augen-Gespräch bei Ministerpräsident Stoiber antreten, weil er damit die offizielle Regierungslinie verlassen hatte. Einen persönlichen politischen Einbruch erlebte Brunner 2013 im Zuge der sogenannten Verwandtenaffäre. Jahrelang hatte er auf Grundlage einer Altregelung Nichte, Schwester und Frau auf Kosten des Landtags beschäftigt. Brunner zahlte jedoch 13.500 Euro wieder an die Staatskasse zurück.

Auszeichnungen

Literatur

Weblinks